ZENTRUM FÜR GANZHEITLICHE

KREBSBERATUNG

A-1040 Wien

Wiedner Hauptstraße
60B/ Stiege 3/ Tür5
Anfahrtsplan

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Mitglieder und Interessierte!

„ALLEIN UND VERBUNDEN“ ist das Thema dieses Rundbriefes.

Der vietnamesische Zen-Meister und Friedensaktivist Thich Nhat Hanh hat als Grundlage seiner Achtsamkeitspraxis den Begriff „Interbeing“ geprägt, dies bedeutet wechselseitige Verbundenheit allen Seins. Je mehr wir uns dieser bewusst sind, desto behutsamer und liebevoller gehen wir mit uns selbst, mit unseren Mitmenschen und der Natur um.

Tiefe Verbundenheit öffnet Raum für Mitgefühl, Verständnis, Vertrauen und Wertschätzung, sie wirkt aufbauend, kraftvoll und ermutigend, bringt Freude, Liebe und Frieden, ich fühle mich geborgen, sicher und erfüllt, ich bin eins mit allem. In Krisenzeiten, bei Krankheit erleben wir sowohl den Schmerz der Trennung als auch die Kraft der Sehnsucht nach Verbundenheit. Die folgenden Beiträge vertiefen das Thema – Danke an die VerfasserInnen!

Wir laden Sie herzlich in die SHG „Die Zwiebel“ ein. Eigene Erfahrungen mit Gleichgesinnten auszutauschen kann sehr unterstützend und hilfreich sein, auch Treffen für Angehörige finden statt.
Unsere meist kostenfreien Veranstaltungen/Aktivitäten richten sich an Betroffene, Angehörige und alle Interessierten, schöpfen Sie aus der Fülle des Angebots. Zusätzliche Termine und Infos bis Jan./Feb.2024 stehen auf unserer Homepage. Wir freuen uns auf Ihr Kommen – allein oder gemeinsam mit einem von Ihnen geschätzten Menschen – und danke für Ihre Spende!

Viel Freude und Nachsinnen beim Lesen des Rundbriefes!
In Herzlichkeit, Gina Kekere

*HERZLICHE EINLADUNG zu unserer WEIHNACHTSFEIER *
im Restaurant Sokrates, 1040 Wien, Wiedner Hauptstraße 60 b
Mittwoch, 13. Dezember 2023 *°* *°* *°* Beginn um 19 Uhr

ES GIBT EINEN ORT

Es gibt einen Ort in mir,
Wo es ruhig ist, wo ich mich zuhause fühle,
Wo ich ganz bei mir bin.

Es gibt einen Ort in mir,
Voll Licht und Liebe, Mitgefühl und Frieden,
Wo ich ganz bei mir bin.

Es gibt einen Ort in mir,
Wo ich sicher bin, was immer auch geschieht:
Da bin ich ganz bei mir.


Chtista Kaderavek

UNVERGESSENE ERINNERUNGEN

Ein besinnlicher Abend im Gedenken an unsere WegbegleiterInnen: „UNVERGESSENE ERINNERUNGEN“ An diesem Abend wollen wir in Verbundenheit der verstorbenen WeggefährtInnen aus der SHG gedenken. Mit Dankbarkeit erinnern wir uns an das gemeinsam Erlebte und von ihnen Eingebrachte: Danke für die gemeinsame Wegstrecke, eure Nähe

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ANGEHÖRIGEN-TREFFEN in der Gruppe 94

Angehörige von Menschen mit der Diagnose „Krebs“ in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen und Beziehungen sprechen über die großen Herausforderungen, die die Krebsdiagnose darstellt. Da entsteht Fassungslosigkeit angesichts eines drohenden oder bereits erfolgten Verlustes, Schock über

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ERLEBNISNACHMITTAG „AM HIMMEL“ – eine Rückschau

Am 14. Juni 2023 strahlte nach ein paar Regentagen die Sonne vom Himmel, wunderbares Wetter für den geplanten gemeinsamen Erlebnisnachmittag der Gruppe 94. Das Ziel war das Areal „Am Himmel“ im 19. Bezirk, teilgenommen haben acht Frauen und Dr. Thomas Schmitt. Inmitten des „Lebensbaumkreises“, der 40 Bäume umfasst, suchten wir einen geeigneten Platz für unser Vorhaben und fanden ihn auf einer Anhöhe zwischen einer Linde und einer Weide, dort ließen wir uns auf mitgebrachten Decken und Kissen gemütlich nieder. Bald

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Alle Kraft, die wir anderen schenken,
kommt erfahren und verwandelt wieder über uns.
Rainer Maria Rilke

Das war das SOMMERFEST der Gruppe 94

Am 1. Juli war es wieder soweit, unser alljährliches Sommerfest startete pünktlich um 14 Uhr. Der Wettergott war uns gnädig, bei strahlend blauem Himmel eröffnete Anna-Maria ein opulentes Buffet. Viele hatten mitgeholfen, für Speis und Trank zu sorgen, die Tische aufzustellen, Geschirr zu schleppen. Und zu unserer großen Freude kamen dann an diesem Nachmittag viel mehr Besucher, als wir zu hoffen gewagt hatten. Warum machen wir jedes Jahr dieses Fest im Sommer? Wir wollen für alle Menschen, die sich mit der Gruppe 94 verbunden fühlen, in diesem wunderbaren Innenhof einen schönen, heiteren Raum schaffen, der zum Plaudern, zum Austausch von Gedanken und Erfahrungen einlädt. Wir laden an diesem Nachmittag auch alle ein, mit uns zu singen, den Geschichten zu lauschen, oder den Klang schamanischer Trommeln auf sich wirken zu lassen. Gemeinsam essen und trinken, gemeinsam singen, miteinander reden, all das

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Der Preis der VERBUNDENHEIT ist der Verlust der ÜBERLEGENHEIT

 

Wie kann es geschehen, dass sich die Verbundenheit zweier Menschen in Ablehnung und Feindseligkeit verwandelt?Was kann uns überhaupt dazu bringen, einen anderen Menschen zu kritisieren, ihm Vorwürfe zu machen, ihn gar zum Feind zu erklären?

Vielleicht mutet diese Frage seltsam an, weil Bewertung, Kritik und Urteil in unserer Kommunikation allgegenwärtig sind. Und weil es eigentlich zum guten Ton gehört, bestimmte Menschen, Gruppen, Haltungen, Eigenschaften zu verurteilen und abzuwerten und damit zu zeigen, dass man selbst besser ist und zu den Besseren, den Überlegenen gehört. Das hebt die Stimmung, stärkt den Gruppenzusammenhalt und erspart uns die Auseinandersetzung mit den Verurteilten und deren Ansichten und Anliegen.

Wenn ich merke, dass ich in dieses Verhaltensmuster gerutscht bin, nehme ich mir immer wieder Zeit, um meinen Vorwurf zunächst möglichst klar zu formulieren und ihn dann gegen mich selbst zu wenden. Ich sage dann zum Beispiel zu mir selbst immer wieder „Ich bin arrogant“. Den dabei wahrgenommenen Gefühlen gehe ich mithilfe von EFT möglichst auf den Grund. Dabei hat sich jedes Mal gezeigt, dass ich mir den jeweiligen Vorwurf tatsächlich selbst machen kann. Nicht weil ich ganz genau das Gleiche mache wie die von mir kritisierte Person, aber sehr wohl im Prinzip, nur eben auf meine persönliche Art.

Hier wird also etwas, das uns eigentlich verbindet – eine bestimmte Eigenschaft oder ein bestimmtes Verhalten, das wir beide haben – zu etwas Trennendem! Und warum? Weil ich es bei MIR nicht sehen will, nicht akzeptieren will! Weil ich nicht so sein will, diese Eigenschaft nicht haben will, anders, „besser“ sein will als ich bin. Sprich, weil ich MICH SELBST ABLEHNE, oder zumindest diesen Teil von mir. Ablehnung trägt Selbstablehnung in sich. Und je unangenehmer mir eine Eigenschaft von mir ist, desto schwerer kann ich sie akzeptieren und desto heftiger und hartnäckiger fallen meine Vorwürfe und Angriffe aus.

All das muss übrigens niemals nach außen dringen. Das kann auch als anhaltendes Selbstgespräch stattfinden, das aber sehr wohl Auswirkungen auf das eigene Verhalten, die Stimmung und das körperliche Empfinden hat.

Das Streben nach Überlegenheit und das damit verbundene Bewerten, Beurteilen, Kritisieren wird also von einem unbewussten Gefühl der Unterlegenheit getrieben. Warum sonst könnte ich mich überlegen fühlen wollen? Menschen, die mit sich und ihrem Leben wirklich einverstanden sind, haben kein Bedürfnis, andere zu kritisieren, zu bewerten und zu verurteilen. Sie sind im Gegenteil – freiwillig, aus einem natürlichen Bedürfnis heraus – stets bestrebt, Brücken zu bauen, Unterstützung anzubieten, Verständnis zu entwickeln.

Vielleicht könnte man sagen, dass es eigentlich unmöglich ist, NICHT verbunden zu sein. Man kann aber durch Selbstablehnung das Gefühl des Getrenntseins bis hin zur Feindschaft erzeugen.

Wenn ich also merke, dass ich damit beschäftigt bin, andere zu bewerten und mich mit ihnen zu vergleichen, kann ich das als Gelegenheit nutzen um zu schauen, was mir gerade an mir selbst nicht passt und möglichst dafür sorgen, mich MIT und TROTZ dieses „Makels“ zu akzeptieren und anzunehmen. Weil ich – immer und in jeder Hinsicht – gut bin, so wie ich bin. Und weil ich mich nur „verbessern“, also weiterentwickeln kann, wenn ich mich zuvor wirklich vollständig angenommen habe.

Christian Ponleitner

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Einladung: „TAG DER SELBSTHILFE“
Sonntag, 26. Nov. 2023, 10 – 17 Uhr, Wr. Rathaus, freier Eintritt

Über 70 Selbsthilfegruppen und Einrichtungen aus dem Wr. Gesundheits- und Sozialwesen stellen sich mit ihren Leistungen und vielfältigen Angeboten im Festsaal des Wr. Rathauses vor. Der Schwerpunkt „Schmerz lass nach“ (Rücken-, Kopf- und seelischer Schmerz) wird in Vorträgen thematisiert, es gibt auch Workshops zum Mitmachen.

 

Unsere SHG „DIE ZWIEBEL“ ist mit einem INFOSTAND bei dieser Veranstaltung vertreten, unser Team ist für Sie da. Wir freuen uns auf Ihren Besuch, auf Ihre Fragen und auf zwanglose Gespräche – gemäß dem Motto: Drüber reden hilft!  >> PROGRAMM

 

ALLEIN seinen Weg gehen – in der GEMEINSCHAFT

Widerspruch oder schwer fassbar?

Erinnere dich: Die Diagnose hat dich getroffen, die Therapie hat dein Körper bekommen. Die Prognose betrifft dein Leben, deine Visionen und dein Leben ist gestört. Die Krise Krankheit hat dich aus der Bahn geworfen. Alles richtig! Alles?

Erinnere dich: Da war die Partnerin, die mit dir zum Arzt ging! Da war der Partner, der dich in den Arm nahm, mit dir kuschelte, als dir kalt war! Da war der Freund/die Freundin, die dich nicht allein ließ und dich zum Reden brachte! Erinnere dich, dass all diese kleinen Begebenheiten dir gutgetan haben, dir Wärme und Trost erfahren ließen! Deine düsteren Gedanken wurden durchbrochen, Hoffnung kam zurück und gemeinsam haben wir neue Werte für dich gefunden.

Schau über den Tellerrand: Die Diagnose hat nicht nur dich getroffen, dein Partner/deine Partnerin ist betroffen, deine Familie leidet darunter, deine FreundInnen sind betroffen.

Die Krise Krankheit ist ein Einzelschicksal, keiner kann dir diesen Weg ersparen, aber die gesamte Umgebung ist miteinbezogen. Deine gesamte Umgebung kann dir Kraft und Mut und Hoffnung geben, diesen Weg zur Erneuerung zu gehen. Das ist das Ziel! Die Krise bedarf einer Neuorientierung, dazu braucht es die soziale Umgebung.

Es gibt Studien, die klar belegen: Je einsamer ein Mensch ist, desto niedriger ist seine Lebensqualität, desto höher und schwerer sind Belastungen und körperliche Beschwerden und desto kürzer ist seine Lebenserwartung. Die Nacht ist lang und schwarz, wenn ich sie allein durchleben muss. Wie wohltuend ist hier ein Mensch an meiner Seite, ja selbst ein Tier wird hier zum Trostspender.

Habe ich es gelernt, das Leben zu teilen, Freude und Leid? Sind gemeinsame Werte nicht stärker als persönliche? Ist es nicht viel leichter, Lösungsstrategien in der Gemeinschaft zu finden, denn allein?

Als dein Partner kann ich dein Schicksal dir nicht abnehmen, aber ich kann dir helfen, Wege zu finden und notfalls kann ich dich ein Stück des Weges tragen. Eine Selbsthilfegruppe ist ein Partner in dieser Zeit, speziell für deine Fragen.

In der Zeit der Krise erfahre ich viel mehr über die Menschen, die mich begleiten, als in guten Zeiten. Wir wachsen zusammen, Vertrauen wird gestärkt, das Teilen von ideellen Werten schafft Nähe, Gemeinsamkeit, und das gemeinsame Bewältigen der Klippen des Lebens formt Partnerschaften und Freundschaften. Das gemeinsame Leben von Spiritualität, Mystik, neue unbekannte Wege zu gehen, schafft Verbundenheit und Nähe. Die Tränen des Schmerzes und der Trauer sind Ausdruck und Kraft zugleich.

Thomas Schmitt

Ein Freund/eine Freundin ist jemand, der das Lied deines Herzens kennt und es dir vorsingt, wenn du den Text vergessen hast. Anonym

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GEMEINSAM SINGEN

macht Freude – aber was bedeutet Freude eigentlich? Ein Hochgefühl, im besten Fall ein ekstatischer Zustand, ganz im Hier und Jetzt – ganz bei sich und

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KOSTENFREIER TELEFONDIENST

Möchten Sie mit Ihren Anliegen und Sorgen gehört werden?
Mein offenes Ohr steht Ihnen zur Verfügung – jeden Mittwoch
für etwa eine halbe Stunde in der Zeit von 19.00 – 20.00 Uhr

Christa Kaderavek, Psychotherapeutin (Integrative Gestalttherapie),
erreichbar unter 0676/ 42 84 595

Mehr Ansprechpersonen auf der Homepage der Gruppe 94:
www.gruppe94.at/Telefondienst

bewusst am Schluss:
Die herzliche Einladung zur Weihnachtsfeier der Gruppe 94 erfolgt heuer bei noch sommerlichen Temperaturen im September, da die nächste „Zwiebel“ erst im Jänner/Februar 2024 erscheinen wird.

In die kommende besinnliche Advent- und Weihnachtszeit passt folgende kleine Geschichte. Wie oft denken wir, dass wir allein ja doch nichts bewirken und verändern können….

DIE PARABEL VON DEN SCHNEEFLOCKEN

„Sag mir, was wiegt eine Schneeflocke?“ fragte die Meise die Taube.
„Nicht mehr als ein Nichts“, gab sie zur Antwort.
„Dann will ich dir eine wunderbare Geschichte erzählen“, sagte die Meise.
„Ich saß auf dem Ast einer Fichte, dicht am Stamm, als es zu schneien anfing. Nicht etwa heftig im Sturmgebraus, nein, wie im Traum, lautlos und ohne Schwere. Da nichts Besseres zu tun war, zählte ich die Schneeflocken, die auf die Zweige und auf die Nadeln des Astes fielen und darauf hängen blieben.

Genau dreimillionensiebenhunderteinundvierzigtausend-
neunhundertzweiundfünfzig waren es.
Und als die dreimillionensiebenhunderteinundvierzigtausend- neunhundertdreiundfünfzigste Flocke niederfiel,
nicht mehr als ein Nichts, brach der Ast ab.“
Damit flog die Meise davon.

Die Taube, seit Noahs Zeiten eine Spezialistin in dieser Frage, sagte zu sich nach kurzem Nachdenken: „Vielleicht fehlt nur eines einzelnen Menschen Stimme zum Frieden der Welt.“

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WIR VERMIETEN

Wir vermieten unsere renovierten Räume, zentral und trotzdem ruhig gelegen  (schöner begrünter Innenhof), sehr gut erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln (U1, 13A, 62, Badener Bahn), zu günstigen Preisen. Geeignet für therapeutische oder energetische Arbeit.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns schreiben, uns

Ihre Meinung kundtun und/oder einen Leserbrief zu

unseren Beiträgen liefern.

Per Post, per Mail ….

…. oder gerne auch persönlich bei einer Tasse Tee!

Als gemeinnütziger Verein ist die „Gruppe 94“ auf Ihre Unterstützung angewiesen. Wir bitten um Spenden (jeder Betrag willkommen!) und/oder Mitgliedschaft (Jahresbeitrag € 45,-).
Ihre Spende ist steuerlich absetzbar! ZVR461025341

Vereinsdaten für Spenden/Mitgliedschaft:
Gruppe 94 – Zentrum für ganzheitliche Krebsberatung
IBAN: AT 54 3200 0000 0568 3990
BIC: RLNWATWW