ZENTRUM FÜR GANZHEITLICHE

KREBSBERATUNG

A-1040 Wien

Wiedner Hauptstraße
60B/ Stiege 3/ Tür5
Anfahrtsplan

Liebe Freundinnen, liebe Freunde, liebe Mitglieder!

Wir hoffen sehr, dass Sie die letzten Monate gut überstanden haben, dass Sie voller Zuversicht in die Herbst- und Winterzeit gehen.

Nach dem Corona-bedingten „Stillstand“ finden endlich! wieder Veranstaltungen in der Gruppe 94 statt. Unser „Wiedersehensfest“ im September war ein besonderes Erleben. Zahlreiche Besucher genossen das Treffen mit Gleichgesinnten und freuten sich über den persönlichen Austausch – mehr davon im Beitrag „Rückblick“.

Die kommende kalte und dunkle Jahreszeit lädt uns im Einklang mit der Natur zu einer innerenEINKEHRein. Innehalten, nach innen lauschen, der Stille begegnen, spüren und aushalten was da ist, in Berührung kommen mit sich selbst. Beiträge auf den folgenden Seiten beinhalten diese Themen, zeigen Wege auf zur Innenschau.

Persönliche Gespräche mit Arzt oder Therapeuten sowie der persönliche Austausch in der SHG „Die Zwiebel“ sind für Betroffene und Angehörige von enormer Wichtigkeit. Neu: Ist ein Kommen nicht möglich, so gibt es zum Kontakt aufnehmen mit uns einen „Telefondienst“ und einen Blog, beides eingerichtet mit Infos auf unserer Homepage.

Viel Freude und Inspiration beim Lesen des Rundbriefes und alles Gute!

In Herzlichkeit Gina Kekere

Einkehr

Was für ein alter Begriff?! Er hat mich sofort angesprochen, und das Gedicht von Christa hat mich berührt. Wie schön das klingt: Einkehr halten, zur Ruhe kommen, Pause, Atem holen, Halt und Rast. Wann hatte ich meine letzte „Rast“, wo wir doch alle so rastlos sind, es eilig haben, nur nichts versäumen wollen, alles auskosten wollen – natürlich nur im positiven Sinne. Doch spielt das Leben wirklich so mit

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Einkehr

In das Refugium der Stille,

Dort wo das Wort Gottes

 Im Herzen gehört wird.

Umkehr

Von alten Pfaden,

Die nicht mehr passen,

Zu neuen Wegen,

Noch unerforscht.

Ein Wagnis

Wird es gelingen?

Ich bin nicht allein,

Eine Hand leitet mich

Und Weggefährten

 Helfen mir

Die Last zu tragen.

Eine Reise

Ins unbekannte Land:

In mein Inneres.

Christa Kaderavek

Einkehr

Was für ein alter Begriff?! Er hat mich sofort angesprochen, und das Gedicht von Christa hat mich berührt. Wie schön das klingt: Einkehr halten, zur Ruhe kommen, Pause, Atem holen, Halt und Rast. Wann hatte ich meine letzte „Rast“, wo wir doch alle so rastlos sind, es eilig haben, nur nichts versäumen wollen, alles auskosten wollen – natürlich nur im positiven Sinne. Doch spielt das Leben wirklich so mit

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Einkehr

In das Refugium der Stille,

Dort wo das Wort Gottes

 Im Herzen gehört wird.

Umkehr

Von alten Pfaden,

Die nicht mehr passen,

Zu neuen Wegen,

Noch unerforscht.

Ein Wagnis

Wird es gelingen?

Ich bin nicht allein,

Eine Hand leitet mich

Und Weggefährten

 Helfen mir

Die Last zu tragen.

Eine Reise

Ins unbekannte Land:

In mein Inneres.

Christa Kaderavek

Still sein

Still sein

Sich ein-lassen auf die Stille,

Sich nieder-lassen auf den Sitz,

Sich sein lassen, wie man ist.

Sorgen und Probleme los-lassen,

Den Atem kommen und gehen lassen.

Gedanken und Geräusche zu-lassen:

Zeit, um still zu sein.

 

Christa Kaderavek

°*°*°*°*°

SCHAMANISCHES KLANGBAD

mit Christian Fostel und Astrid Wallig Dienstag, 20.10.2020, von 18.45 – 21.00 Uhr, Bezirksmuseum Wieden Unser Schamanisches Klangbad ist Reinigung, Zentrierung und Entspannung für Körper,

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Christa Kaderavek

ESSENSLUST & LEBENSKRAFT

in dr Gruppe 94  Selbsthilfegruppe mit Christa Kaderavek und Thomas Schmitt  Nach einem kurzen Input von Christa/Thomas geht es um einen gemeinsamen Erfahrungsaustausch rund um

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REGELN

REGELN in der Gruppe 94 in Zeiten von COVID-19 Die Corona-Pandemie hat auch in der Gruppe 94 Spuren hinterlassen, über Monate waren alle Aktivitäten eingestellt. In dieser Zeit gab es viele Rückmeldungen, wie dringend notwendig es jetzt wäre, Kontakt zu haben, Informationen zu erhalten, Erfahrungen auszutauschen, Therapien in Gruppen oder für den Einzelnen zu bekommen.  Jetzt ist es wieder soweit! Seit 1.9.2020 laufen unsere Programme wieder,

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Einladung zur ORDENTLICHEN GENERALVERSAMMLUNG der Gruppe 94

Mittwoch, 7. Oktober 2020, 19 Uhr

Gruppe 94, Wiedner Hauptstraße 60 b / 3 / 5, 1040 Wien

Stimmberechtigt sind alle ordentlichen Mitglieder.

suadmin

WIR VERMIETEN

Wir vermieten unsere renovierten Räume, zentral und trotzdem ruhig gelegen  (schöner begrünter Innenhof), sehr gut erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln (U1, 13A, 62, Badener Bahn), zu günstigen Preisen. Geeignet für therapeutische oder energetische Arbeit.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns schreiben, uns 

Ihre Meinung kundtun und/oder einen Leserbrief zu 

unseren Beiträgen liefern.

Per Post, per Mail …. 

…. oder gerne auch persönlich bei einer Tasse Tee!



Als gemeinnütziger Verein ist die Gruppe 94 dankbar für jede
Unterstützung durch Spenden und/oder Mitgliedschaft
(Jahresbeitrag € 45,-).
Vereinsdaten für Spenden/Mitgliedschaft:
IBAN: AT 54 3200 0000 0568 3990
BIC: RLNWATWW

suadmin

WIR VERMIETEN

Wir vermieten unsere renovierten Räume, zentral und trotzdem ruhig gelegen  (schöner begrünter Innenhof), sehr gut erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln (U1, 13A, 62, Badener Bahn), zu günstigen Preisen. Geeignet für therapeutische oder energetische Arbeit.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns schreiben, uns 

Ihre Meinung kundtun und/oder einen Leserbrief zu 

unseren Beiträgen liefern.

Per Post, per Mail …. 

…. oder gerne auch persönlich bei einer Tasse Tee!



Wenn es um Frieden geht, spielen Grenzen eine wichtige Rolle. Es geht um Landesgrenzen, die verteidigt werden müssen oder um persönliche Grenzen, die nicht übertreten werden dürfen. In beiden Fällen folgen oft Maßnahmen, die keineswegs zu mehr Frieden führen, sondern das Gefühl der Bedrohung auf beiden Seiten eher noch steigern. Denn dann werden Grenzen geschlossen, Kontakte abgebrochen, Ultimaten gestellt. Auch wenn all das oft im Namen des Friedens geschieht, ist offensichtlich, dass er auf diese Weise niemals entstehen kann. Was auf diese Weise entsteht, ist eine neuerliche Festlegung der Dominanz-Verhältnisse. Wenn der Unterlegene sich nicht mehr wehrt, ist der “Frieden” wiederhergestellt. Tatsächlich aber gab es vorher keinen Frieden und es gibt auch nachher keinen Frieden, aber es ist ruhig. Krieg, egal in welcher Form und auf welcher Ebene, ob im persönlichen oder im gesellschaftlichen Rahmen, hat noch nie zu Frieden geführt und wird das niemals tun. Krieg hat immer nur zu dieser Art von Ruhe geführt, unter der schon der nächste Krieg zu schwelen beginnt.

Die dritte Grenze
Außer den persönlichen und den politischen Grenzen gibt es noch eine dritte Art von Grenze, die den Frieden betreffend eine wichtige Rolle spielt. Und zwar die Grenze zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein. Wobei mit Unterbewusstsein hier die Ansammlung aller verdrängten Gefühle, von den allerersten Tagen unseres Lebens an, gemeint ist. Was wir dort unter Verschluss halten, bestimmt – ob wir das wollen oder nicht – unseren Umgang mit den Mitmenschen und der Welt im Allgemeinen. Alles was wir unerkannt im Unterbewusstsein haben, lenkt uns unmerklich. Alles was wir dorthin verdrängt haben, zwingt uns, es auf andere zu projizieren. Wir reagieren den Druck und den Schmerz aus unserem Inneren an den anderen ab. Wir missbrauchen einander tagtäglich als Projektionsflächen für das, was wir an uns selbst nicht aushalten.
• Das ist aus meiner Sicht die Erklärung für endlose Streitereien und endlose Kriege.
• Das ist die Erklärung dafür, warum Frieden so schwer erreichbar und so schwer zu halten ist – weil er in Wahrheit nicht erwünscht ist. Denn Frieden würde bedeuten, zur Gänze darauf zu verzichten, andere für den Schmerz verantwortlich zu machen den man in sich trägt.
• Das ist auch die Erklärung dafür, warum wir Menschen so unglaublich grausam und gefühllos sein können – nämlich dann, wenn all der aufgestaute Schmerz mit einem Mal herausbricht. Oder dann, wenn wir uns gegen unseren eigenen Schmerz so hart gemacht haben, dass wir gar nichts mehr spüren können.

Wirklicher Frieden ist ohne Kenntnis des eigenen Unterbewusstseins unmöglich. Daher ist die Grenze, um die es eigentlich geht, keine Landesgrenze oder persönliche Grenze, sondern die Grenze zwischen unserem Bewusstsein und unserem Unterbewusstsein. Und daher geht es darum, diese Grenze möglichst weit in Richtung Unterbewusstsein zu verschieben und uns mit all dem auseinanderzusetzen, was wir dort finden. Es geht darum, all dem Ungeliebten in uns das Maß an Liebe zukommen zu lassen, das es braucht, um erlöst zu werden. Das ist es, was uns zu einem nachhaltigen echten Frieden führt und zwar auf ganz natürliche Weise. Ohne Zwang und ohne Druck. Ohne Kontrolle und ohne Sanktionen. Ohne Waffen.

Dominanz weder fürchten noch bewundern
Bewusste Menschen sind friedvolle Menschen, die es gerne sehen, wenn andere ihre eigenen Wege gehen. Unbewusste Menschen unterliegen dem Zwang, andere zu bewerten, zu kritisieren, zu verurteilen, sich in das Leben anderer einzumischen und sie zu dominieren, ihnen ihren Willen und ihre Vorstellungen aufzuzwingen. Vor diesem Hintergrund wird klar, dass Dominanzstreben aus einem tiefem inneren Schmerz, einer tiefen Unzufriedenheit mit sich selbst heraus entsteht. Daran ist nichts Bewundernswertes, egal wie pompös oder eindrucksvoll es daherkommt. Solange wir dominieren wollen kann es keinen Frieden geben.

Frieden ist kein Zustand
Was kann also getan werden, um den Frieden zu finden und zu halten? Vielleicht ist es hilfreich, wenn man Frieden nicht als Zustand versteht. Nicht als etwas, das IST, sondern als etwas, das man MACHT und das aufhört, wenn man es nicht mehr macht.
In diesem Sinn kann man sagen, es ist nicht DER Frieden, sondern DAS Frieden. Ein Zeitwort, eine Tätigkeit, eine Handlung:
• Das Frieden ist Brücken zu bauen.
• Das Frieden ist in die Position des anderen zu schlüpfen, ohne Wenn und Aber.
• Das Frieden ist ein persönliches Bild einer friedvollen Gesellschaft in sich zu tragen, es zu nähren und zu pflegen.
• Das Frieden ist, die Verbindung zu suchen, zuallererst und vor allem zu mir selbst. Wenn ich mit mir selbst im Frieden bin und daher meine Mitmenschen von meinen Projektionen verschone, ist schon das Allerwichtigste geschehen.
• Das Frieden ist, sich immer wieder bewusst zu machen, dass wir alle Schmerz in uns tragen, mit dem jeder auf seine Art zu tun hat. Dieses Bewusstsein kann zu einer Art von Verbundenheit heranreifen, der keine Meinungsverschiedenheit mehr etwas anhaben kann.

Christian Ponleitner